Die Organisationsstruktur des

center for neuronal regeneration

Die Funktion des CNR wird durch das Zusammenwirken von drei Einheiten realisiert:
Das Informationszentrum, das Forschungszentrum und das Transferzentrum.

 

Die drei Abteilungen des CNR arbeiten eng zusammen, um den klinischen Transfer von Therapiestrategien zu beschleunigen.

Informationszentrum

Vielfältige Daten unterschiedlicher Quellen, aber hauptsächlich aus publizierten wissenschaftlichen Fachartikeln, werden aufgearbeitet und strukturiert in eine Wissensdatenbank eingepflegt. Diese Datenbank wird thematisch zunächst Rückenmarksverletzungen und Therapiestrategien bei Querschnittlähmung beinhalten, wird im darauffolgenden Schritt auf andere neurodegenerative Erkrankungen ausgeweitet. Fortschrittlichste Methoden der automatisierten Textprozessierung werden in Zusammenarbeit mit IT Experten weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse des CNR angepasst. In Zukunft soll die Bearbeitung der publizierten präklinischen Daten und Überführung in die strukturierte Wissensdatenbank automatisiert und computerunterstützt geschehen.

Das “virtuelle Labor” ist ein patentiertes IT Konzept zur Simulation von neuen Experimenten auf der Grundlage bereits gewonnener Erfahrung (hier: veröffentlichter Studien). Die Entwicklung des virtuellen Labors wird in Zusammenarbeit mit IT Experten geschehen und dient dem Ziel der Ressourceneinsparung bei der Generierung neuer Hypothesen.

Forschungszentrum

Das CNR Forschungszentrum wird herausragende Neurowissenschaftler auf dem Gebiet der Neuroregeneration rekrutieren, um experimentelle Studien zu präklinischen Therapieansätzen durchzuführen. Das CNR Forschungszentrum wird die als besonders erfolgversprechend eingestuften Therapieansätze experimentell validieren und dabei insbesondere ihre Machbarkeit, Wirksamkeit und Reproduzierbarkeit sorgfältig überprüfen und sicherstellen. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieser Qualitätsprüfung kann die Aufnahme eines präklinischen Therapieverfahrens in das Transferzentrum zur Vorbereitung einer klinischen Studie empfohlen werden. Die Nähe zum Labor für Molekulare Neurobiologie der Universität Düsseldorf und dem Life Science Center (www.lsc­dus.de) bietet eine hervorragende wissenschaftliche Umgebung und Voraussetzung für intellektuellen Austausch zwischen Experten in der präklinischen Forschung an Verletzungen des zentralen Nervensystems.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Graduiertenkolleg iBrain, gefördert durch die Exzellenzinititative der Länder und des Bundes, werden besonders herausragende Graduierte der Neurowissenschaften im CNR weiter qualifiziert, um in Zukunft den wissenschaftlichen Nachwuchs des CNR Forschungszentrums zu sichern. Das CNR Forschungszentrum wird die im Informationszentrum selektierten Therapieansätze verfolgen und seine experimentellen Resultate sowohl an das Informationszentrum als auch an das virtuelle Labor weitergeben. Somit dient es gleichzeitig der Validierung des virtuellen Labors und dient der Ressourcenschonung.

Transferzentrum

Das Koordinationszentrum für Klinische Studien des Uniklinikums Düsseldorf ist Partner des CNR beim Transfer der ermittelten Therapien in die Klinik. Es wird klinische Studien für die erfolgversprechendsten Therapien organisieren und die Patientenrekrutierung und Koordination der teilnehmenden Kliniken unterstützen. Die Aktivitäten dieser drei Zentren werden stark miteinander verwoben sein, z.B. indem Neurowissenschaftler des Forschungslabors ebenfalls an der Weiterentwicklung der Wissensdatenbank im Informationszentrum teilhaben.

Kommunikationsplattform

Des weiteren wird das CNR eine Kommunikationsplattform einrichten, um einen intensiven intellektuellen Austausch zwischen forschenden Kooperationspartnern und Klinikern zu ermöglichen und den Patienten gegenüber ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten. Die Kommunikationsplattform dient auch der Patientenrekrutierung für klinische Studien.